ABL - Fulminante Schlussphase sichert Güssing Knights achten Sieg

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Die Güssing Knights bleiben in der Basketball Bundesliga das Maß der Dinge. Diesmal musste der Meister bei den Klosterneuburg Dukes lange kämpfen, ehe Güssing die Partie – dank fulminanter Schlussphase – sicher mit 66:55 gewann. Einen ähnlichen Verlauf, aber mit besserem Ende für das Heimteam, nahm die Begegnung BC Vienna gegen Swans Gmunden. Die Oberösterreicher boten den Wienern lange die Stirn, zogen aber dann doch mit 63:71 den Kürzeren. Gezogen hat heute auch der WBC Wels – denn die Coffin-Truppe landet einen ungefährdeten 82:72-Sieg gegen die Traiskirchen Lions.

Die Güssing Knights bleiben ungeschlagen: Die Burgenländer feiern mit einem 66:55 bei den Klosterneuburg Dukes deren bereits 8. Sieg im 8. Spiel. Die bisherige Souveränität der Knights war lange nicht zu erkennen: 18 Turnover und nur 6% vom Dreier stechen hier hervor. Die Dukes – bei denen auch Romed Vieider passen musste – gaben den Runs der Knights immer wieder Konter, bis etwa sieben Minuten vor Schluss: Mit einem 18:7-Run verabschiedeten sich die Knights von den schon etwas müde wirkenden Hausherren und feierten den schlussendlich verdienten Sieg.

Vollkommen verdient war der 2. Saisonsieg des WBC Wels. Gegen die Traiskirchen Lions zeigte man mit einem 25:18 schon im ersten Viertel auf und gewann auch die Abschnitte zwei, drei. Vor allem am Rebound (37:28) und bei den Assists (20:13) war der WBC tonangebend. Traiskirchen – bei denen Benedikt Danek heute kaum Akzente setzen konnte (0 Punkte, 2 Assists) – rutscht damit auf den letzten Tabellenplatz ab. Überragend bei den Welsern war William Carter mit einem feinen Double-Double von 16 Punkten und 13 Rebounds.
Ein Double-Double – nämlich jenes von Jonathan Fairell, übrigens sein Viertes in der ABL-Saison – brachte dem BC Vienna, nach zwei Niederlagen in Folge, dessen 4. Saisonsieg. Trotz dünner Personaldecke bogen „Dauerläufer“ Bogic Vujosevic (21 Punkte) & Co die Swans Gmunden mit 71:63. Er war es auch, der in einer engen Schlussphase die Akzente setzte – und die wichtigen Freiwürfe traf.

Die bisherigen Ergebnisse der 8. Runde im Überblick:
bulls Kapfenberg – UBSC Graz
86:80 (19:17, 38:47, 64:62)
BC Vienna – Swans Gmunden
71:63 (16:16, 29:33, 49:46)
WBC Wels – Traiskirchen Lions
82:72 (25:18, 41:32, 66:54)
Klosterneuburg Dukes – Güssing Knights
55:66 (14:17, 27:33, 45:47)
Fürstenfeld Panthers – Gunners Oberwart
Samstag, 19.00 in der Stadthalle Fürstenfeld

Die Ergebnisse der Freitagsspiele der 8. Runde im Detail:
BC Vienna Swans Gmunden
71:63 (16:16, 29:33, 49:46)
Im ersten Viertel vergibt der BC Vienna viele leichte Punkte. Die Swans hatten eine solide Wurfquote, jedoch einige Ballverluste. Das Spiel ist ausgeglichen. Im zweiten Viertel wirkte Wien offensiv ruhiger, kaum Ballverluste, jedoch eine Schwache Wurfbilanz. Gmunden hatte weiterhin eine solide Wurfquote. Die zweite Hälfte begann mit einer harten Defense von Gmunden. Vienna forcierte ihre Offensive unter dem Korb. Im letzten Viertel führt der BC Vienna zwar durchgehend, kann sich jedoch nicht von den Swans absetzen.

In der letzten Minute behält vor allem Vujosevic die Nerven und führt Vienna zum Sieg.

Stellungnahmen zum Spiel:
Ersin Sandak, Assistent-Coach vom BC: „Wir haben von Minuten zu Minute immer besser ins Spiel gefunden. Das Positive war, dass unsere Ballsicherheit viel besser war als in den vorherigen Spielen.“

Bernd Wimmer, Headcoach der Swans: „Wir haben das Spiel heute hergeschenkt – und somit hat Wien verdient gewonnen.“

Besten Werfer: Vujosevic 21, Miletic 16, Fairell 15 bzw. Klette 19, Friedrich, McLaughlin je 9;

WBC Wels Traiskirchen Lions
82:72 (25:18, 41:32, 66:54)
Ohne Neuverpflichtung DeJuan Wright, der noch auf die Spielerlaubnis wartet, und den an der Schulter operierten Kevin Payton ging der WBC in das Heimspiel gegen die Traiskirchen Lions. Von Anfang an drückte die Coffin-Fünf dem Spiel den Stempel auf und führte nach dem ersten Viertel verdient 25:18. Bereits acht Welser trugen sich dabei in die Korbschützenliste ein, angeführt von Nick Okorie mit acht Punkten.
Auch im zweiten Viertel dominierte der WBC mit gutem Teamplay das Geschehen, bei den Lions hielt vor allem Fabricio Vay dagegen. Trotz seiner elf Punkte lagen aber die Hausherren zur Pause nur 41:32 voran. Nur , weil drei Minuten vor der Halbzeit Wels sogar mit 16 Punkten (40:24) geführt hatte.

Auch nach Seitenwechsel mussten den Zusehern in der Raiffeisen-Arena nicht bange sein, der WBC ließ nicht locker und baute den Vorsprung rasch auf 17 Punkte aus. Bärenstark Kapitän Davor Lamesic, der einen Tag vor seinem Geburtstag, nach drei Viertel 16 Punkte auf seinem Konto hatte und sich über eine 66:54-Führung freuen konnte.

Auch im Schlussviertel gab Traiskirchen zwar nie auf, bedrohlich nahe konnten die Lions aber nie kommen. Weil auch beim WBC jeder seinen Teil dazu seinen Beitrag leistete. So gab es am Ende mit Okorie (16), Lamesic (16) und Carter (16) gleich drei Top-Scorer und einen nie gefährdeten 82:72-Erfolg, der den WBC damit den letzten Tabellenplatz verlassen ließ, den nun Traiskirchen inne hat.

Stellungnahmen zum Spiel:
Dr. Bernhard Ploier, Präsident des WBC: „Endlich haben wir uns auf unsere Stärken besonnen und durch eine geschlossene Mannschaftsleistung den ersten Heimsieg realisiert.“

Besten Werfer: Carter, Lamesic, Okorie je 16 bzw. Trmal 14, Vay 13, Aryee, Novas-Maeto, Draskovic je 11;

Klosterneuburg Dukes Güssing Knights
55:66 (14:17, 27:33, 45:47)
Der erste Abschnitt ist von hoher Nervosität, vielen Ballverlusten und vergebenen Chancen auf beiden Seiten geprägt – Stand nach den ersten zehn Minuten daher auch nur 14:17. Im zweiten Viertel legten die Burgenländer einen kurzen Zwischenspurt aufs Parkett und zogen auf 13 Punkte davon, ehe die Hausherren wieder am Zug waren und mit einem Buzzer-Beater-Dreier von Cooke zur Pause auf 27:33 verkürzen.
Zu Beginn der zweiten Spielhälfte bauten die Knights ihre Führung wieder aus, dann ähnelte das Spielgeschehen jenem des zweiten Viertels und die Dukes holten Punkt für Punkt auf – mit 2 Punkten Vorsprung für die Ritter ging es ins Schlussviertel. In der achten Minute des letzten Abschnitts stellte Bobb mit einen Dreier auf Unentschieden, dann war allerdings die Luft bei den Dukes draußen und die Güssing Knights gewinnen doch noch deutlich mit 55:66.?

Stellungnahmen zum Spiel:
Armin Göttlicher, Headcoach der Dukes: „Die letzten 7 Verwegenen haben einen super Job gemacht, aber am Ende hat es leider nicht gereicht.

Moritz Lanegger, Spieler der Knights: „Mit einer grauenvollen ersten Halbzeit mit 11 Tournover und insgesamt 1 von 16 vom Dreier haben wir es uns selbst schwer gemacht. Schlussendlich haben wir dennoch souverän gewonnen.“

Matthias Zollner, Headcoach der Knights: „Ich habe nicht gedacht, dass wir mit so einer bescheidenen Offensivleistung gewinnen können, aber mit der Defense spezielle am Ball ist es uns trotzdem gelungen.“

Besten Werfer: Cooke 19, Rados 12, Bobb 9 bzw. Wright 16, Watts 14, Klepeisz 10;

Presseinfo ADMIRAL Basketball Bundesliga/ABL/ÖBL/red.

23.10.2015