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Nachdem heute wieder ca. 5.900 Zuschauer der teils extremen Hitze im Center Court und auf der gesamten Anlage trotzten, weht morgen ein Hauch von Cordoba im Halbfinale des Generali Open. Zum ersten Mal überhaupt stehen sich Dominic Thiem und Philipp Kohlschreiber auf ATP Ebene gegenüber – ausgerechnet in Kitzbühel, jenem Turnier, mit dem beide viel verbinden.

Beide standen in der Gamsstadt schon im Finale, Kohlschreiber 2012, Thiem im vergangenen Jahr. Beide lieben es, in der Gamsstadt zu spielen und fühlen sich hier zu Hause – Kohlschreiber seit Dezember des vergangenen Jahres sogar mit Hauptwohnsitz: „Ich finde hier in Kitzbühel sehr viel Positives und eine hohe Lebensqualität. Es macht Spaß, hier zu leben.“ Thiem hat in der Gamsstadt seine ersten großen Erfolge gefeiert: „In Kitzbühel hat vor fünf Jahren alles mit meinem ersten Sieg auf Profi-Ebene begonnen.“ Genauso eng wie die Beziehung zu Kitzbühel ist bei beiden auch das Verhältnis zu den Veranstaltern: „Ich mag das Turnier, habe persönlichen Kontakt zu den Leuten hier, die Unterstützung ist einfach bärig“, freut sich Kohlschreiber.

Deutschlands Nummer 1 und Österreichs Tennis-Primus haben auch über Kitzbühel hinaus eine gemeinsame Wellenlänge: „Ich habe schon oft mit Kohli trainiert, zuletzt z.B. während des Davis Cups in Kitzbühel und ich verstehe mich sehr gut mit ihm. Er ist ein super Typ und ein guter Spieler“, erklärt Thiem. „Uns verbindet ein guter Schmäh“, grinst auch der Deutsche.

„Schmäh-Führen“ hat morgen am Court aber sicher keinen Platz, denn im ewigen Duell Österreich gegen Deutschland geht es um den Einzug ins Finale: „Kohli fühlt sich wohl hier in Kitzbühel und wird sicher gefährlich. Ich muss meine Leistung morgen nochmals ordentlich steigern“, weiß Thiem. „Ich wünsche Dominic, dass er ein ganz großer Spieler wird. Nur morgen muss er nicht sein allerbestes Tennis auspacken“, grinst Kohlschreiber.

Ein Mitglied der Familie Thiem drückt morgen vielleicht auch ein wenig die Daumen für die deutsche Nummer 1 – Bruder Moritz ist in diesen Tagen Kohlis Hitting-Partner: „Eine große Sache für Moritz, deshalb befürworte ich das natürlich“, erklärt Thiem.

Bei 42 Grad am sehr gut gefüllten Center Court war Albert Montanes im heutigen Viertelfinale nach einem hart umkämpften ersten Satz, den Dominic Thiem im eindrucksvollen Tie-Break für sich entschied, im zweiten Satz zur Aufgabe gezwungen. „Es tut mir leid für das Publikum, das gestern und heute großartig war“, so Thiem.

Den Beginn des morgigen Semifinaltags macht um 13.00 Uhr die Begegnung der ehemaligen Nummer 12 der Welt, des Franzosen Paul-Henri Mathieu mit Melzer- Bezwinger Nicolas Almagro: „Das wird ein hartes Match“, ist Almagro überzeugt.

Presseinfo Generali Open Kitzbühel

06.08.2015

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