Marianne Abderhalden hat am Freitag in Garmisch Partenkirchen ihren Rücktritt vom Skirennsport auf Ende Saison bekannt gegeben.
Starke Schmerzen im rechten Knie verhindern seit längerem die volle Belastbarkeit im Training und die uneingeschränkte Einsatzfähigkeit in den Rennen: “Leider gab es in dieser Saison nur mangelhaft Topresultate. Ich konnte mein Können nicht so abrufen, wie ich es gerne gewollt hätte. Das Knie hält den Belastungen nicht mehr stand“, sagt Abderhalden zum Grund ihres Rücktrittes.
Marianne Abderhalden wurde im Olympiawinter 2013/2014 zu einer der weltweit besten Abfahrerinnen. Sie gewann in Val d’Isère, wurde zweite in Lake Louise und Cortina und fuhr lange um den Sieg in der Disziplinenwertung mit. Dies, obwohl sie bereits damals von Kniebeschwerden gebremst wurde. Im Anschluss an diese so erfolgreiche Saison wurde eine Operation nötig, aber der Eingriff am Knie im vergangenen April brachte letztlich nicht die erhoffte Besserung. So bleibt nur der Abschied vom Rennsport. Ein Schritt, der einerseits mit Wehmut verbunden ist, andererseits blickt Marianne Abderhalden mit gespannter Vorfreude voraus: „Es ist Zeit, einen neuen Weg einzuschlagen und ich freue mich auf die Herausforderungen des nächsten Lebensabschnitts“
Die 29jährige Toggenburgerin und Schwester des dreifachen Schwingerkönigs Jörg Abderhalden gewann 2006 bei den Juniorenweltmeisterschaften Gold in der Abfahrt und Silber in der Kombination. Sie begann ihre Weltcupkarriere als Slalomfahrerin, bevor sie 2010 zur Abfahrerin wurde und in dieser Disziplin ihren Weltcupsieg und vier weitere Podestplätze feiern konnte.
Die Abfahrt in Garmisch Partenkirchen von morgen Samstag wird der letzte oder zweitletzte Weltcupeinsatz von Marianne Abderhalden werden. Sie liegt vor diesem Rennen auf Rang 26 der Disziplinenwertung und hat damit noch die Chance, die Abfahrt beim Weltcupfinal in Méribel bestreiten zu können, wenn sie sich um einen Rang verbessert.
Medieninfo Swiss Ski
06.03.2015





