Simon Ammann

© Sportreport (Symbolbild)

Zwei Wochen nach seinem Sturz an der Vierschanzentournee in Bischofshofen ist Simon Ammann wieder langsam ins Training eingestiegen: Seit einigen Tagen absolviert er einzelne Kraft- und Konditions-Einheiten. Das Sprungtraining auf der Schanze konnte der Toggenburger hingegen noch nicht aufnehmen. Die Hirnerschütterung muss zuerst vollständig ausgeheilt sein, bevor Simon Ammann die ersten Sprünge macht.

„Körperlich fühle ich mich immer besser und meine Prellungen im Gesicht sind gut verheilt“, berichtet Simon Ammann. „Auch die ersten Trainingseinheiten im Kraftraum sind gut verlaufen, aber meine Gehirnerschütterung zwingt mich dazu, mich noch zurückzuhalten. Es geht vorwärts, aber ich brauche noch Zeit.“ Er wird nach den Trainingseinheiten jeweils schnell müde und muss sich noch ungewohnt stark auf die Bewegungsabläufe konzentrieren.

„Natürlich möchte ich möglichst schnell mit dem Sprungtraining beginnen. Dafür muss ich mir aber zuerst die physische Basis erarbeiten und meine Gehirnerschütterung muss ausgeheilt sein“, so der vierfache Olympiasieger weiter. Auch für Trainer Martin Künzle steht die vollständige Genesung im Zentrum: „In der Trainingsplanung sprechen wir uns laufend mit dem Medical Team ab und nehmen Schritt für Schritt. Wir müssen uns ganz klar dem Fortschritt der Genesung der Hirnerschütterung anpassen.“ Sportlich steht der Start an den Weltmeisterschaften in Falun im Fokus. „Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg“, ist sich Simon Amman bewusst.

Wann Simon Ammann auf die Schanze zurückkehren wird, ist nach wie vor offen und hängt von der weiteren Genesung ab. „Wie die Heilung nach einer schweren Hirnerschütterung verläuft, ist von Fall zu Fall völlig unterschiedlich. Prognosen über den zeitlichen Verlauf zu machen, ist deshalb praktisch unmöglich. In der Regel dauert es länger als der Sportler hofft“, so der Teamarzt Walter O. Frey.

Medieninfo Swiss Ski

29.01.2015