ÖSV-Snowboardcrosser versuchten sich als Wellenreiter
Mit einem Trainingscamp im portugiesischen Ericeira läutete das ÖSV-Snowboardcross-Weltcupteam die intensive Vorbereitungsphase auf die kommende WM-Saison ein. Im Mittelpunkt der vom Betreuerduo Tom Greil und Gerald Kerschhackel organisierten Trainingswoche für die SBX-Mannschaft um Markus Schairer, die Hämmerle-Brüder Alessandro und Michael, Hanno Douschan, Christopher Fischer, Julian Lüftner sowie Susanne Moll und Maria Ramberger stand eine Sportart, die dem Snowboarden an sich sehr ähnlich ist – nämlich Wellenreiten (=Surfen)!
Die ungewöhnliche Wetterlage mit starken Südwinden sorgte für bis zu 3,5 Meter hohe Wellen, die den heimischen Athleten alles abverlangten. Nachdem Surfboards und Neoprenanzüge bei dem aus Graz stammenden Martin Roll, der in Ericeira als Betreiber von „PortugalSurfCamp“ tätig ist, ausgefasst worden waren, wagten sich die Snowboardcrosser Schritt für Schritt an das für sie ungewohnte Metier heran.
„Am Beginn haben starke Strömungen und entsprechend hohe Wellen dafür gesorgt, dass keiner der Athleten auch nur eine einzige Welle erwischen konnte. Doch von Tag zu Tag ist es dann besser gegangen und bis zum Ende des einwöchigen Camps haben alle durchschaut, wie man mit dem Meer zusammenarbeiten muss, um gut durch die Brandungszone zu kommen. Zudem haben die Athleten auch gelernt, den Rhythmus der Wellen zu lesen und den richtigen Platz für den ‚Take off‘ zu finden, um eine Welle zu erwischen. Was die Überwindung und den Krafteinsatz auf dem Brett betrifft, so gibt es zwischen Wellenreiten und Snowboardcross einige Parallelen“, erklärte SBX-Headcoach Tom Greil.
„Am Anfang war es extrem schwierig, mit den gewaltigen Wellen zurechtzukommen, doch nach den ersten Erfolgserlebnissen waren wir förmlich vom Ehrgeiz getrieben, es das nächste Mal noch besser zu machen. Bis zum Ende des Camps waren wir so motiviert, dass wir unmittelbar vor unserem Heimflug noch eine Surfsession im Morgengrauen und bei perfekten Wellenbedingungen eingelegt haben“, so Markus Schairer.
Tägliche Laufeinheiten und Konditionstraining am Strand von „Foz do Lizandro“ rundeten das Programm des ÖSV-Teams ab. Als aufmerksamer Beobachter war in Portugal auch Christian „Chisi“ Speckle, der OK-Chef der Weltcuprennen vom 5. bis 7. Dezember 2014 im Montafon, mit dabei. Knapp sechs Wochen nach dem Saisonstart in Vorarlberg wartet bekanntlich mit der Heim-Weltmeisterschaft vom 15. bis 25. Jänner 2015 am Kreischberg/Lachtal der große Saisonhöhepunkt auf die rot-weiß-roten Snowboarder.
Presseinfo: ÖSV
24.09.2014