Red Bull Salzburg verliert in Unterzahl gegen Austria Wien

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Von Beginn an entwickelte sich in der Red Bull Arena ein sehr intensives, flottes Bundesligaspiel, indem die Salzburger Vorteile hatten und gute Möglichkeiten kreierten. Aber auch die Austria war in schnellen Vorstößen stets gefährlich. Nach einer Viertelstunde übernahmen die Bullen dann klar das Kommando, die Austria versuchte dabei immer wieder, den Spielfluss der Gastgeber zu stören.

Dennoch kamen die Mozartstädter zu einigen Topchancen, eine davon verwertete Alan zur verdienten Führung (31.). Die Freude bei den Salzburger Fans war aber nur von kurzer Dauer. Denn nur drei Minuten später gelang Meilinger der Ausgleich (34.), dann schoss De Paula die Wiener sogar in Führung. Fazit nach der ersten Hälfte: Die Bullen mit einem klaren Chancen-Plus, doch die Austria voran. Die ersten Minuten der zweiten Hälfte standen ganz im Zeichen von Schiedsrichter Schüttengruber: Zuerst zeigte er Hinteregger Gelb-Rot (49.), dann schickte er Austria-Trainer Baumgartner auf die Tribüne. Auch mit einem Mann weniger blieben die Roten Bullen dominant, machten viel Druck – und wurden dafür mit dem Ausgleich durch Alan belohnt (68.) Mitten in der Schlussoffensive der Salzburger erzielte die Austria durch Damaris den entscheidenden 3:2 Treffer (86.), da Kampl in der Nachspielzeit an Lindner scheiterte (91.).

DIE TABELLENSITUATION:
Nach der Niederlage gegen die Austria hält Red Bull Salzburg weiter bei 18 Punkten, bleibt mit drei Zählern Rückstand auf den WAC Zweiter.

WAS MAN SONST NOCH WISSEN SOLLTE:
Gleich drei Umstellungen im Mittelfeld gab es gegenüber der Europa League-Partie gegen Celtic heute bei den Roten Bullen: Naby Keita, Valentino Lazaro und Massimo Bruno standen in der Startformation.
Martin Hinteregger wurde in seinem 108. Bundesligaspiel erstmals des Platzes verwiesen.
Austria Wien gewann heute erstmals seit dem 9. Mai 2010 wieder in Salzburg.
Erstmals in der Ära Red Bull verloren die Salzburger drei Meisterschaftsspiele in Serie.

DIE STIMMEN NACH DEM SPIEL:
Adi Hütter: „Wir haben gut begonnen, hatten viele Chancen, die wir aber nicht verwertet haben. Momentan passt es eben nicht so, wie es sein sollte. Wir haben heute wieder drei Tore kassiert. Das müssen wir abstellen. Der Ausschluss hat es natürlich nicht einfacher gemacht. Aber gerade danach hat die Mannschaft wieder Moral gezeigt, in Unterzahl den Ausgleich erzielt und sogar die große Chance Das dumme Tor zum 2:3 tut natürlich sehr weh.“

Ralf Rangnick: „Natürlich wollten wir heute das Spiel unbedingt gewinnen. Aber wenn du zu Hause drei Tore kassierst, kannst du nur schwer gewinnen. Wir machen im Moment einfach zu Fehler gegen den Ball. Wenn man sich das Tor zum 3:2 ansieht, war das schon fast laienhaft, wie wir uns da verhalten haben. Wir müssen schon sehen, dass wir in der Liga wieder in der Lage sind, Spiele zu gewinnen.“

Alan: „Wir haben alles gegeben. Man muss akzeptieren, dass Austria heute besser war. Es gibt eben Momente im Fussball, wo es trotz großer Bemühungen nicht klappt. Jetzt gibt es nur eines, wir müssen zusammenhalten.“

Salzburg – Austria 2:3 (1:2)
Salzburg, Red Bull Arena, 13.210 Zuschauer,
Schiedsrichter Schüttengruber

Gelb-Rote Karte: Hinteregger (49.)
Gelbe Karten: Hinteregger bzw. Mader, Holland

Tore: Alan (31./68.) bzw Meilinger (34.), De Paula (38.), Damari (86.)

Red Bull Salzburg: Gulacsi – Schwegler (46. Ankersen), Ramalho, Hinteregger, Ulmer – Lazaro (55. Ilsanker), Kampl, Keita, Bruno (63. Sabitzer) – Alan, Soriano

FK Austria Wien: Lindner – Stryger Larsen, Shikov, Rotpuller, Suttner – Holland, Mader – De Paula (68. Kamara), A. Grünwald (90. M. Leitgeb), Meilinger – Damari (93. Harrer)

Presseinfo Red Bull Salzburg/Red.

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21.09.2014