U19-EM: Heraf erwartet starkes Team aus Israel

Nach dem Auftaktsieg gegen Gastgeber Ungarn wartet auf das U19-Nationalteam im Rahmen der EM nun der nächste harte Brocken. Am Dienstag geht es ab 18.00 Uhr im Ferenc Szusza Stadion von Budapest gegen Israel, das Portugal im ersten Spiel 0:3 unterlegen war.
U19-Teamchef Andreas Heraf hat das Spiel bereits genau analysiert: „Israel ist trotz der Niederlage noch stärker einzuschätzen als Ungarn. Es wird am Dienstag definitiv ein sehr schwieriges Spiel für uns. Sie spielen aggressiv, körperbetont, manchmal überhart und haben sehr schnelle, quirlige Spieler in ihren Reihen.“
Angesichts der eigenen Stärken bewahrt man im ÖFB-Lager jedoch Ruhe: „Wir haben bewiesen, dass wir gegen jeden Gegner bestehen können, wenn wir uns an unseren Matchplan halten.“ Heraf kann auch wieder auf die gegen Ungarn gesperrten Lukas Gugganig, Michael Brandner und Florian Grillitsch zurückgreifen. „Eine schwierige Entscheidung, alle haben gegen Ungarn einen super Job gemacht“, so Heraf. Daniel Rosenbichler und Francesco Lovric waren nach dem intensiven Match leicht angeschlagen, sollten aber am Dienstag einsatzbereit sein.
„Vor dem Spiel ist nach dem Spiel“
Nach dem Sieg gegen Ungarn hat man nach dem Motto „vor dem Spiel ist nach dem Spiel“ keine Sekunde verschwendet und im Hotel sofort mit den Regenerationsmaßnahmen im Hinblick auf Israel begonnen. Neben dem inzwischen standardmäßigen Kurzbesuch im Eisbecken wurden sogar extra Spinning-Räder aus der Heimat angeliefert. „Aus meiner Erfahrung ist die schnelle Regeneration der Schlüsselfaktor bei einem Turnier. Wir lassen keine Möglichkeit ungenutzt, die vielleicht entscheidenden 1-2 Prozent herauszuholen.“
Deshalb legt Heraf auch großen Wert auf die kreative Ausführung von Standard-Situationen, die im Training einstudiert wurden. „Als sich unsere beiden Spieler beim dem Freistoß-Tor von Peter Michorl vor die Mauer gekniet haben, ist ein Raunen durch die 10.000 Zuschauer gegangen. Es war danach auch ein großes Thema in Ungarn“, grinst Heraf, der noch einige weitere Varianten in petto hat.
Auch von Spielerseite zeigt man Respekt vor Israel, vertraut aber auf die eigenen Stärken.
Kapitän Francesco Lovric: „Wir wissen, dass Israel stark ist, müssen uns aber vor niemandem verstecken. Wir wollen den Schwung und das Selbstvertrauen aus dem ersten Spiel mitnehmen, das ist vielleicht ein kleiner Vorteil für uns. Wir werden von unserem Plan nicht abweichen.“
Torschütze Markus Blutsch: „Wir haben einen ersten Schritt gemacht, aber noch nichts erreicht. Jetzt müssen wir konzentriert bleiben.“
Torschütze Sinan Bytyqi: „Mit einer taktisch disziplinierten Vorstellung ist alles drin. Es wird sicher eine enge Partie, jeder muss und wird für jeden laufen und kämpfen bis zum Umfallen.“
In der Tabelle der Gruppe A liegt Portugal punktegleich vor Österreich in Front. Die beiden bestplatzierten Teams jeder Vierergruppe erreichen das Semifinale, die drei besten Mannschaften jeder Gruppe qualifizieren sich zudem für die FIFA-U20-WM vom 30. Mai bis 20. Juni 2015 in Neuseeland. Bei Punktegleichstand zweier Teams in der Endabrechnung zählt das direkte Duell, bei drei oder gar vier punktegleichen Teams – was in dieser Konstellation möglich ist – kommt die Tordifferenz zum Tragen.
Medieninfo ÖFB
21.07.2014