Lauer Sommerkick: Salzburg gegen Rapid endet torlos!

Der vermutliche Schlager der sechsten Bundesliga-Runde, zwischen Red Bull Salzburg und Rapid Wien, enttäuschte in allen Belangen. In einem Spiel, auf überschaubarem Niveau, steht fielen keine Tore.
Rapid in der ersten Halbzeit überlegen
Die Partie begann überraschend. Denn vom erwarteten Offensivdrang der Gastgeber war wenig zu sehen – im Gegenteil! Rapid hatte mehr vom Spiel und die besseren Torchancen! Mit neuen System (4-2-3-1) präsentierten sich die Hütteldorfer überraschend stark. Treffer wollten – trotz einiger guter Möglichkeiten – keiner gelingen.
Erst nach etwa einer halben Stunde kam Red Bull Salzburg besser ins Spiel. Gute Offensivaktionen der Bullen waren jedoch Mangelware. Pausenstand daher 0:0!
Lauer Sommerkick in der zweiten Halbzeit
Auch nach der Pause änderte sich wenig am Spiel. Salzburg spielte zu behäbig und fehleranfällig im Offensivspiel. Durch erhöhte Aggressivität kamen die Bullen zwar besser ins Spiel – gute Torchancen blieben jedoch Mangelware.
Aber auch die Hütteldorfer passten sich dem „überschaubaren Niveau“ der Gastgeber an. In der Offensivbewegung fanden die Hütteldorfer kaum noch statt. Defensiv war Rapid jedoch nie in großer Gefahr sich einen Gegentreffer einzufangen.
Unrühmlicher Höhepunkt des Spiels war eine Tätlichkeit von Salzburg-Stürmer Alan in der 90. Spielminute. Der ansonsten starke Schiedsrichter Eisner zeigte in dieser Szene jedoch nicht die – fällige – rote Karte (90.).
Die 15.500 Zuschauer in der Red-Bull-Arena sahen praktisch über 90 Minuten einen lauen Sommerkick und keine Tore. Werbung in eigener Sache sieht anders aus.
Weiters: Ried besiegt Kapfenberg mit 1:0 durch einen Treffer von Hadzic (20.).
Die beiden Spiele im Überblick
Salzburg – Rapid 0:0
Red-Bull-Arena, 15.500 Zuschauer, SR Eisner
Stimmen zum Spiel:
Ricardo Moniz (Red Bull Salzburg): Die Spiele der vergangenen Wochen waren sehr intensiv. Das haben wir heute gemerkt. Besonders in der ersten Halbzeit. Zur Pause haben wir einige Umstellungen gemacht.
Besonders bitter ist, dass sich Alan wohl das Kreuzband in der Nachspielzeit (Anm.: Der Brasilianer verletzte sich ohne Einwirkung des Gegners) gerissen hat und lange ausfällt.
Stefan Maierhofer (Red Bull Salzburg, Anm.: Feierte sein 50. Bundesliga-Spiel) Rapid war sehr gut eingestellt und hatte in der ersten Halbzeit mehr vom Spiel. In der zweiten Halbzeit hatten wir einige Chancen. Rapid Torhüter Payer hat großartig gehalten. So war es am Ende ein Spiel der Torhüter.
Peter Schöttel (Rapid Wien): Normal muss man mit einem Punkt in Salzburg zufrieden sein. Zwei Drittel des Spiels waren wir die bessere Mannschaft. Wir haben mit viel Aufwand gespielt und uns selbst nicht belohnt. Der Punkt und die Leistung tut uns gut. Die Tore werden noch kommen.
Steffen Hofmann (Rapid Wien): Aufgrund der Chancen hätten wir das Spiel gewinnen müssen. In einigen Situationen fehlt uns die notwenige Portion Glück. Wir kämpfen und wollen das Glück erzwingen. Irgendwann wird sich das Glück auf unsere Seite drehen.
Ried – Kapfenberg 1:0 (1:0)
Keine-Sorgen-Arena, 5.000 Zuschauer, SR Dintar
Tor: Hadzic (20.)
Thomas Ernstson
28.08.2011





