Darcy Werenka: „Endstation“ Frankreich!?

Österreich was machst du mit deinen (spielenden) Eishockey-Legenden! Das Jahr 2011 zeigt eindrucksvoll, dass einiges in der höchsten österreichischen Spielklasse nicht stimmt. Während junge Spieler im Kader der Teams der Erste Bank Liga in der dritten und vierten Linie ihren Platz beinahe automatisch fix haben, werden alt gediente Spieler abgeschoben. Der Punkteregel sein „Dank“! „Sir“ Darcy Werenka kann von diese Momentaufnahme eindrucksvoll bestätigen.
Der aktuelle Teamspieler wollte weiter in der österreichischen Liga aktiv auf dem Eis stehen. Der Verteidiger wurde jedoch von keinem einheimischen Team unter Vertrag genommen. Wenige Wochen zuvor war Werenka bei der (blamablen) A-Weltmeisterschaft in der Slowakei noch ein Fixbestandteil der österreichischen Eishockey-Nationalmannschaft.
Die Karriere des eingebürgerten Kanadiers geht jedoch weiter. In der kommenden Saison wird der Altstar (gemeinsam mit dem ehemaligen Grazer Jean-Philippe Pare) für den HC Rouen auf dem Eis stehen. Das bedeutet wohl auch das Ende seiner Karriere in der Nationalmannschaft. In aller Ruhe wurde der „Sir“ auf das „französische Altenteil“ abgeschoben. Ob man so mit einer Legende umgeht? Werenka mag nicht mehr der schnellste Spieler sein. Jedoch hat er sportliche Qualitäten welche dieses Manko kaschieren. Im Vergleich zu eben erst verpflichteten Legionäre wirkt Werenka wie ein spritziger Jüngling.
Es wird Zeit, dass die Teams in Österreich umdenken. Auch im Umgang mit Altstars. Darcy Werenka wird nicht mehr „ewig“ aktiv auf dem Eis stehen können. Er hat sich einen stimmungsvollen Abschied von der österreichischen Sportbühne verdient. Bleibt zu hoffen, dass ihn Darcy Werenka auch bekommen wird – Verdient hat ihn der „Sir“ mit Sicherheit.
Ein Kommentar von Thomas Ernstson
20.08.2011





