NHL: Grabner für Calder Memorial Trophy nominiert
Traditionellerweise werden nach dem Stanley Cup die NHL-Awards für die besten Einzelspieler der Saison vergeben. Der Villacher Michael Grabner (23) könnte als bester Rookie der Saison ausgezeichnet werden. Preise gibt es aber unter anderem auch für den besten Goalie und den MVP. Sportreport weiß, wer warum nominiert ist:
Am Mittwochabend (ab 19 Uhr Ortszeit) werden die Preise im Rahmen der NHL-Awards-Show im Palms Hotel in Las Vegas vergeben. Jeweils drei Finalisten dürfen in den unterschiedlichen Kategorien auf Auszeichnungen hoffen.
Bester Rookie – Calder Memorial Trophy
Welcher „Frischling“ konnte heuer überzeugen? Nominiert sind Michael Grabner (23, NY Islanders), Jeff Skinner (19, Carolina Hurricanes) und Logan Couture (22, San Jose Sharks).
Grabner erzielte die meisten Tore (34) aller Rookies. Couture musste sich mit zwei Treffern weniger begnügen. Favorit auf die Trophäe ist allerdings der erst 19-jährige Kanadier Jeff Skinner. Er konnte die meisten Scorerpunkte (63) sammeln und durfte als einziger Rookie beim All-Star-Game mitspielen.
MVP, Wertvollster Spieler – Hart Trophy
Um die prestigeträchtigste Auszeichnung rittern Daniel Sedin (Vancouver Canucks), Corey Perry (Anaheim Ducks) und Martin St. Louis (Tampa Bay Lightning).
Der schwedische Topscorer Daniel Sedin führte gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Henrik die Canucks ins Finale um den Stanley Cup. 104 Scorerpunkte im Grunddurchgang und 20 in den Play-Offs lassen Sedin als logische MVP-Entscheidung erscheinen. Doch im Finale gegen die Boston Bruins vermochte er nicht zu glänzen; und die Sedin-Familie hat schon eine Hart Trophy gewonnen – im Vorjahr ging der Preis an Bruder Henrik.
Gut möglich also, dass Martin St. Louis zum zweiten Mal als MVP der NHL geehrt wird. Der 36-jährige Routinier aus Kanada erhielt schon 2004 die begehrte Trophäe. Er führte sein Team heuer mit 119 Scorerpunkten ins Finale der Eastern Conference.
Nur Außenseiterchancen werden Cory Perry eingeräumt – er war der einzige Spieler, dem im Grunddurchgang 50 Tore gelangen.
Bester Goalie – Vezina Trophy
Der Preis für den besten Tormann dürfte eine klare Angelegenheit werden. Boston-Goalie Tim Thomas gewann mit seinem Team nicht nur den Stanley Cup – der 37-Jährige pulverisierte auch zahlreiche Rekorde und seine aggressive Spielweise gilt als wegweisend. Thomas hielt unglaubliche 93,8 Prozent aller Schüsse auf sein Tor und kassierte im Schnitt nur zwei Gegentreffer.
Auch nicht schlecht, aber gegen den Bruins-Schlussmann wahrscheinlich chancenlos sind die anderen beiden Nominierten: Pekka Rinne (Nashville Predators) und Roberto Luongo (Vancouver Canucks).
Bester Verteidiger – Norris Trophy
Auch hier gibt es einen klaren Favoriten. An Zdeno Chara (Boston Bruins) gibt es wohl kaum ein Vorbeikommen – der 34-jährige Slowake führte sein Team mit beinharter Defensivarbeit zum Stanley Cup. Sein Hauptkonkurrent ist Nicklas Lidström (Detroit Red Wings). Der 41-jährige schwedische Dauerbrenner ist längst eine Verteidiger-Legende und hat in den letzten 13 Jahren sechs Mal die Norris Trophy gewonnen. Auch heuer wartete er mit konstanten Leistungen auf und erzielte 70 Scorerpunkte für die Red Wings.
Dritter im Bunde der Nominierten und krasser Außenseiter ist Shea Weber (Nashville Predators).
Bester Trainer – Jack Adams Award
Leichter Favorit für die Auszeichnung als Trainer des Jahres ist Alain Vigneault (Vancouver Canucks). Sein Team war die beste Mannschaft im Grunddurchgang und verlor den Krimi um den Stanley Cup erst im siebenten Spiel. Dan Bylsma (Pittsburgh Penguins) schaffte mit seinem Team trotz des verletzungsbedingten Fehlens seiner Superstars Evgeni Malkin und Sidney Crosby den Playoff-Einzug. Barry Trotz (Nashville Predators) führte seine Mannschaft überraschend in die Playoffs.
Conrad Kleiner
19.06.2011