Rapid: 1.000 Euro Strafe für jeden Platzstürmer

Hanappi-Stadion © GEPA-Pictures

Rigoroses Vorgehen der Hütteldorfer nach den Fan-Ausschreitungen beim letzten Derby: Ein 10-Punkte-Plan soll derartige Vorfälle künftig verhindern.

Mit einem ganzen Paket an Maßnahmen leitet Rapid eine Kehrtwende in Sachen Fanpolitik ein. Die Hütteldorfer präsentierten am Dienstag in Wien einen 10-Punkte-Plan, mithilfe dessen zukünftig die Fanszene berechenbarer werden soll.

Stadionverbote
Die Platzstürmer beim Derby sollen ausgeforscht werden. Es sollen 70-100 Personen sein, denen ein Stadionverbot im Ausmaß von einem bis zu zehn Jahren droht.

Regress (mit Hintertür)
Jeder identifizierte Platzstürmer muss einen Regressbetrag von 1.000 Euro an den Verein bezahlen. Die Hintertür: Bei Uneinbringlichkeit darf man auch 150 Stunden für den Verein „abarbeiten“.

Zutritt zu den Tribünen West und Ost
Karten gibt es nur noch mit Lichtbildausweis. Auch der Einlass ins Stadion wird nur mit Karte und Ausweis möglich sein.

Lager aufgelöst
Die Lagerbereiche für Fan-Utensilien werden gesperrt.

Pyro-Verbot wird vom Verein umgesetzt
Für illegales Zünden von pyrotechnischen gegenständen wie etwa den beliebten „Bengalen“ gibt es ab sofort Stadionverbote von sechs Monaten (bei Böllern/Leuchtraketen 24 Monate). Für das Abbrennen von Bengalen müssen sich die Fans Ausnahmebewilligungen holen.

Werfen von Gegenständen
Mittels Video-Überwachung will auch hier der Verein rigoros vorgehen. Für „Werfer“ gibt es ein Stadionverbot von einem Jahr.

Nur ein offenes Training pro Woche
Ab der neuen Saison ist das Stadion auch bei den bisher öffentlich zugänglichen Trainings geschlossen. Ausnahme: Ein Training pro Woche kann besucht werden.

Außerdem: Das Rapid-Dorf soll familienfreundlicher werden.

Die komplette Liste der Maßnahmen finden Sie auf der Homepage des SK Rapid.

14.06.2011