ÖVV-Herren liefern Spanien harten Kampf – 1:3-Niederlage in Guadalajara
Das ÖVV-Nationalteam, das sich in der Intensiv-Vorbereitung auf die EuroVolley 2011 befindet, erlitt am Freitag im dritten Spiel der 2011 CEV Volleyball European League-Saison vor 900 Zuschauern in Guadalajara nach einer Stunde und 55 Minuten eine 1:3 (20:25, 25:22, 21:25, 17:25)-Niederlage gegen die Nr. 20 der Welt Spanien. Schon am Samstag steht in Guadalajara die zweite Partie auf dem Programm.
Zum Auftakt gegen die Niederlande hatten sich die Iberer in Valladolid nach einer 0:3-Niederlage einen 3:0-Sieg erkämpft. Gegen Österreich, das sich in den ersten beiden Spielen Griechenland geschlagen geben musste, wollten die Spanier nun gleich im ersten Aufeinandertreffen ein Zeichen setzen.
Die ÖVV-Herren spielten zu Beginn unbeeindruckt vom großen Unterschied in der Weltrangliste beherzt mit. In den ersten drei Sätzen war es ein offener Schlagabtausch, in dem es beim zweiten technischen Time-Out dreimal 15:16 stand. Erst gegen Ende des ersten Satzes konnten die Spanier ihren Rhythmus finden und so setzten sie sich mit 25:20 durch. Aber auch der Rückstand konnte den Kampfgeist der Österreicher nicht brechen. Das Team von Headcoach Michael Warm schlug mit einer konzentrierteren Leistung zurück und sicherte sich den zweiten Durchgang 25:22. Auch im dritten Satz spielten die Gäste lange mit, aber Spanien gelang mit einem 25:21 die Antwort. Im vierten Durchgang setzten sich die Hausherren mit ihrem starken Service rasch ab und verteidigten ihren großen Vorsprung bis zum Ende.
Schlussendlich gab das bessere Service (9 Punkte, 12 Fehler Spanien; 7 Punkte, 18 Fehler Österreich) und die größere Routine den Ausschlag für die Gastgeber.
ÖVV-Headcoach Michael Warm: „Ich bin mit meiner Mannschaft heute sehr zufrieden. Wir mussten heute in der Mitte mit Ichovski und Wohlfahrtstätter sehr jung beginnen, da auch Gerald Reiser neben Kapitän Daniel Gavan ausfiel. Dennoch haben wir eines unserer intelligentesten Spiele abgeliefert. Vor allem Aufspieler Oliver Binder hat wahrscheinlich seine beste Partie gehabt. Die Spanier haben mit ihrem Service einen enormen Druck ausgeübt, vor allem ihr Flatterservice war sehr gut. Wir haben heute gesehen, dass wir in der Annahme noch ein wenig von der Weltspitze entfernt sind, aber auch Spanien hatte Probleme mit unseren Aufschlägen. Die ersten drei Sätze waren dennoch sehr erfreulich. In einigen Situationen haben wir Punkte verschenkt, weil wir zu zögerlich gehandelt haben. Wir sind noch immer nicht aggressiv genug, weil wir Spiele auf diesem Niveau noch nicht gewohnt sind. Am Samstag wird es noch ein Stück schwerer, weil die Spanier uns nun kennen. Außerdem ist nun auch noch der Einsatz von Routinier Philip Schneider fraglich, der sich wohl am Bauch verletzt hat.“
Topscorer Österreich: Schneider 22, Zass 21, Wohlfahrtstätter 7
Topscorer Spanien: Perez 18, Garcia-Torres 14
ÖVV
03.06.2011